Letztes Update

22.01.2012

Ich möchte eine Katze

Sie haben sich generell für eine Katze entschieden? Haben Sie sich im Vorwege jedoch gefragt, ob diese Entscheidung richtig ist? Bevor Sie sich eine Samtpfote ins Haus holen, sollten folgende Punkte geklärt sein:

    • Lässt mein Mietvertrag die Haltung einer Katze überhaupt zu? Muss ich eine Genehmigung meines Vermieters einholen?
    • Habe ich genug Zeit für das Tier? Bei Vollzeitberufstätigkeit sollte man sich gleich für zwei Katzen entscheiden. Außer den Anschaffungskosten fallen kaum höhere Kosten an. Einen Kratzbaum müssen Sie sowieso kaufen. Der reicht auch für zwei. Die weiteren Mehrkosten für Futter, Katzenstreu usw. fallen kann kaum ins Gewicht. Sie haben aber die Gewissheit, dass Ihre Katze zu Hause nicht vor Langeweile vergeht! Wurfgeschwister verstehen sich eigentlich immer. Überprüfen Sie diese Möglichkeit!
    • Sind wirklich alle Familienmitglieder damit einverstanden, eine Katze anzuschaffen? Eventuell ist hier Ärger vorprogrammiert, wenn nicht alle dafür sind. Die Leidtragende ist dann die Katze.
    • Leidet kein Familienmitglied an Katzenallergie? Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man dies vorher austesten lassen. Wenn man sich unsicher ist, reicht es oft auch aus, sich mehrere Stunden in einem Katzenhaushalt (z. B. bei einem Züchter) aufzuhalten.
    • Was passiert mit der Katze, wenn Sie im Urlaub sind? Haben Sie jemanden, der sich dann um das Tier kümmert?
    • Mit der Entscheidung für eine Katze binden Sie sich für die nächsten 15 Jahre! Hüten Sie sich also vor spontanen Entscheidungen, die Sie vielleicht im Nachhinein bereuen könnten!
    • Sind Sie darauf vorbereitet, dass die Katze Sie ständig fordert? Auch wenn Sie vielleicht keine Lust haben, die Katze fordert ihr Futter, ein sauberes Katzenklo und viel Zuwendung und Streicheleinheiten. 
    • Eine Katze verursacht laufende Kosten. Neben ihrer Grundausstattung fallen regelmäßig Kosten für Futter, Streu und Tierarztbesuche an. Haben Sie dies berücksichtigt?
    • Wie wollen Sie Ihre Katze halten - als Freigängerin oder reine Wohnungskatze? Möchten Sie eine Freigängerin, würden wir persönlich zu einer Hauskatze raten. Viele Katzen, die bereits Freigang gewohnt waren, lassen sich schlecht in reine Wohnungshaltung umgewöhnen. Sie neigen oft zur Unsauberkeit oder anderen Unarten. Dagegen verkaufen viele Rassekatzenzüchter ihre Katzen nicht in unkontrollierten Freilauf. Rassekatzen werden überwiegend als reine Wohnungskatzen gezogen und werden daher den Freilauf nicht vermissen.
    • Bei reiner Wohnungshaltung: Welche Maßnahmen muss ich treffen, um meine Wohnung "katzenausbruchsicher" zu machen?

Sie haben sich für den Kauf einer Rassekatze entschieden? Herzlichen Glückwunsch! Die nachfolgenden Tipps sind absolut rasseunabhängig. Sie sollen Ihnen aufzeigen, worauf Sie beim Kauf einer Rassekatze achten sollten, wie Sie einen seriösen Züchter finden und was eine Rassekatze kostet.

Ist der Entschluss, eine Rassekatze zu kaufen erst einmal gefallen, geht die Arbeit erst richtig los. Sie haben sich schon für eine bestimmte Rasse entschieden? Fein. Wenn nicht, kommt noch eine Menge weitere Arbeit auf Sie zu!

Nutzen Sie die Möglichkeit, eine Rassekatzenausstellung in der Nähe Ihres Wohnortes zu besuchen. Nirgendwo sonst haben Sie die Möglichkeit, zum einen so eine Rassevielfalt auf einmal zu erleben und zum anderen noch gleich eine Menge Züchter präsent zu haben, die Ihnen natürlich auch Rede und Antwort stehen sollten. Die meisten tun dies jedoch sehr gern. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Nicht jede Rasse ist für jeden Menschen geeignet. Dies kann man über Gespräche mit den Züchtern schon im Vorwege abklären.

Auf den Ausstellungen liegen von den meisten Ausstellern Visitenkarten aus. Sammeln Sie die von den Züchtern, deren Rassen für Sie in Frage kommen und überlegen Sie zu Hause in Ruhe. Hüten Sie sich vor Spontankäufen! Sicherlich ist nichts dagegen einzuwenden, sich schon auf der Ausstellung ein Tier auszusuchen und auch zu kaufen, wenn man sicher ist, das richtige Tier gefunden zu haben, aber nehmen Sie es möglichst nicht gleich mit nach Hause. Warum? Ganz einfach. Generell einmal ist jede Ausstellung Stress für eine Katze. Es gibt eine Menge Katzen, die eine Ausstellung gelassen und gleichgültig hinnehmen und sie sogar genießen. Es sollten auch nur solche Katzen ausgestellt werden. Trotzdem aber muss sich die Katze auf der Ausstellung mit vielem auseinandersetzen, was für sie neu und ungewohnt ist. Lärm, oftmals eine lange Autofahrt, und - nicht zu vergessen - selbst bei bester Vorsorge ist sie einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt. Oftmals werden natürlich die Würfe und Jungtiere ausgestellt, natürlich für den Züchter auch mit dem Aspekt sie zu verkaufen. Allerdings sehen wir es nicht als seriöse Zucht an, wenn Ihnen ein Züchter auf einer Ausstellung gleich einen Kaufvertrag unter die Nase hält und Ihnen das Tier von der Ausstellung heraus gleich mit gibt.

Nicht nur, dass das Würmchen den ganzen Stress der Ausstellung für sich noch verdauen muss, jetzt wird es auch noch von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt, kommt in eine vollkommen fremde Umgebung, in der ihm nichts vertraut ist. Gerade in einer Situation, in der es eigentlich das Gewohnte noch einmal braucht, nämlich nach so einer Ausstellung. Es muss sich wieder mit anderen Bakterien, Viren und einem anderen häuslichen Kleinklima auseinandersetzen und dazu noch mit gänzlich fremden Menschen zusammensein und hat so gut wie nichts, was es an zu Hause erinnert. Sagen Sie mal selbst - wie würden Sie sich fühlen?!

Das kleine Kätzchen sollte noch mindestens für eine Woche zu Hause beim Züchter bleiben und dann in sein neues Zuhause umziehen. Viele Züchter bringen die Tiere auch in ihr neues Zuhause.  Uns persönlich fällt es leichter, ein Kitten abzugeben, wenn wir wissen, wie und wo es später lebt!

Eine weitere gute Möglichkeit, zu seiner Rassekatze zu kommen, sind die einschlägigen Katzenmagazine, die in jedem gut sortierten Zeitungskiosk zu bekommen sind. Hier gibt es einen Anzeigenmarkt, in dem, nach Rasse sortiert, die Züchter ihre Würfe annoncieren.

Oft finden sich auch Anzeigen in Tageszeitungen oder den Wochenblättern oder in den Futtershops hängen Info-Blätter der Züchter.

Natürlich wird das Internet zu einer weiteren Möglichkeit, in Ruhe nach "seiner" Katze zu suchen. Viele Züchter sind heute im Internet präsent und werben über oft sehr liebevoll gestaltete Homepages für ihren Zwinger.

Eine weitere, sehr gute Möglichkeit ist natürlich auch die Mund-zu-Mund-Propaganda. Haben Sie jemanden in Ihrem Bekanntenkreis, der eine Rassekatze hat, fragen Sie ihn nach seinen Erfahrungen.

Haben Sie nun allerhand Adressen gesammelt, geht die Arbeit weiter: Wie finde ich den richtigen Züchter.

[Home] [Vierbeiner] [Vermisst!] [Zweibeiner] [Infoteil] [Ich möchte eine Katze] [Warum so teuer?] [Der richtige Züchter] [Ein Limfjordens-Baby] [Links] [Kontakt/Impressum] [Was ist neu]